Die NorthC Group, ein führender Rechenzentrumsbetreiber in Nordwesteuropa, wird im ersten Quartal dieses Jahres mit dem Bau eines neuen Rechenzentrums in Genf beginnen. Die neue Anlage wird auf dem Campus „The Hive“, einem Technologiepark etwas außerhalb von Genf, errichtet. Dies wird das sechste Rechenzentrum von NorthC in der Schweiz sein, zusätzlich zu den bestehenden in Biel (Bern), Münchenstein (Basel) und Winterthur (Zürich) sowie dem kürzlich angekündigten und noch zu bauenden Rechenzentrum auf dem Campus „uptownBasel“ in Arlesheim (Basel). Die gesamte IT-Kapazität wird 4,5 MW betragen, die in Phasen von 1,5 MW bereitgestellt werden. Das Rechenzentrum wird über eine Gesamtfläche von 5’400 m² verfügen, und die Bauarbeiten sollen bis zum zweiten Quartal 2028 abgeschlossen sein.
NorthC wird beim Bau des neuen Rechenzentrums durch den Einsatz innovativer Technologien die Nachhaltigkeit priorisieren. Die Anlage wird, wie alle Rechenzentren von NorthC, zu 100 % mit Ökostrom betrieben und benötigt für ihr Kühlsystem kein Wasser. Die Notstromaggregate werden mit HVO100 betrieben, einem fossilfreien Kraftstoff, der aus erneuerbaren Rohstoffen wie Pflanzenölen und Altfetten hergestellt wird.
Designed für KI
Das neue Rechenzentrum wird auch für die Unterstützung neuer Technologien wie Inferenzanwendungen ausgelegt sein. Dazu kommt eine Direkt-zu-Chip (D2C) Flüssigkeitskühlung (liquid cooling) zum Einsatz, welche die Wärme von Computerchips effizienter ableitet als herkömmliche Methoden. Damit eignet sich die Einrichtung besonders für anspruchsvolle Anwendungen wie KI und Hochleistungsrechnen (HPC).
Alexandra Schless, CEO NorthC Group: „Genf ist neben den Regionen Basel und Zürich ein wichtiger Handels- und Wirtschaftsknotenpunkt in der Schweiz. Die Nachfrage nach digitalen Dienstleistungen – und damit auch nach Rechenzentrumskapazitäten – wächst rasant. Damit ist Genf ein logischer Standort für NorthC, um ein neues Rechenzentrum zu errichten. Die Nähe zum renommierten wissenschaftlichen Forschungszentrum CERN bietet zudem neue Möglichkeiten für Kooperationen in den Bereichen wissenschaftliche Forschung und Innovation, darunter auch KI.“
Donald Badoux, Managing Director DACH, NorthC Deutschland: „Nach unseren großen Akquisitionen in Deutschland, den Niederlanden und der Schweiz letztes Jahr freuen wir uns, unseren Wachstumskurs konsequent fortzusetzen. Mit unserem neuen Greenfield-Rechenzentrum in Genf können wir die steigenden Anforderungen in der Romandie gezielt bedienen, insbesondere im Bereich KI und datenintensiver Anwendungen.“
Modularer Aufbau und bereit für Restwärmeaustausch
Das neue Rechenzentrum in Genf wird nach dem Standard-Entwurf von NorthC gebaut, der auf einer modularer Bauweise basiert. Bei steigender Nachfrage können zusätzliche Module hinzugefügt und aktiviert werden. Dieser Ansatz führt zu einem effizienteren Energieverbrauch und ermöglicht eine schnelle Skalierung. Das Rechenzentrum wird außerdem über eine direkte Hochgeschwindigkeits-Datenverbindung zu den anderen Standorten von NorthC in der Schweiz verfügen, sodass Kunden in einer Region schnellen und zuverlässigen Zugriff auf Dienste haben, die an anderen Standorten ausgeführt werden.
Der Bau durch HIAG, Schweizer Immobilien-Gesellschaft und -entwickler, sorgt dafür, dass das Rechenzentrum in Genf auf Nachhaltigkeit ausgelegt ist. Wie fast alle Rechenzentren von NorthC wird auch die Anlage in Genf für den Austausch von Restwärme vorbereitet. Auf dem Hive-Campus, wo das Rechenzentrum gebaut wird, wird diese Wärme zur Versorgung benachbarter Gebäude genutzt werden. Die Anlage wird auch für einen möglichen zukünftigen Anschluss an das Fernwärmenetz des lokalen Energieversorgers vorbereitet.
